Blutdruck senken

Hoher Blutdruck - Wie geht es weiter?

Rund 35 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Bluthochdruck medizinisch Hypertonie genannt. Dies sind 43% aller Bundesbürger. Werden ausschließlich die über 20-Jährigen betrachtet, steigt der Wert der Bluthochdruckpatienten auf über 50% an. Eine alarmierende Zahl für unsere Gesundheit.

Je höher das Alter des Patienten ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass dieser an zu hohem Blutdruck leidet. Daher nahm man an, es handele sich um eine unvermeidliche Alterserscheinung. Denn es können doch nicht über die Hälfte der Deutschen chronisch krank sein. Dies trifft jedoch nicht zu. Ausschlaggebend für die Höhe des Blutdrucks ist vielmehr die Lebensführung in unserer industrialisierten Welt: Wie ernähre ich mich, Bewege ich mich regelmäßig und ausreichend, Wiege ich zu viel und rauche ich, sind Fragen die sich nicht nur ein Bluthochdruckpatient stellen muss.

Bluthochdruck ist eine schweigende Gefahr. Typische Symptome oder Schmerzen sind selten. Treten Beschwerden auf sind diese oft nicht charakteristisch für zu hohen Blutdruck, sondern für dessen Folgeschäden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, an denen der Blutdruck mitgewirkt hat.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind laut dem Statistisches Bundesamt mit 42% Todesursache Nummer 1 in Deutschland. Zu hoher Blutdruck ist neben Diabetes, Rauchen und Cholesterin einer der vier großen Risikofaktoren an einer Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkranken. Bereits einer dieser großen Faktoren erhöht die Wahrscheinlichkeit um das zehnfache zum Beispiel einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.

  • Aber wie entsteht Bluthochdruck?
  • Wie erkenne ich Bluthochdruck?
  • Und vor allem was kann ich gegen Bluthochdruck machen?

Hypertonie
arterielle Hypertonie - Bluthochdruck

Der Begriff Hypertonie kommt aus dem altgrieschichen: (h)ypér - "über", tónos - "Spannung". Hypertonie wird definiert als Gewebespannung oder Druckerhöhung über die physiologische Norm hinaus. Das Gegenteil ist die Hypotonie.

1. Was ist der Blutdruck und warum erhöht er sich?

Ein Erwachsener hat zwischen 5-7l Blut im Körper, das durch 70 Herzschläge pro Minute durch den gesamten Körper transportiert wird. Die Kraft der Herzschläge ist bestimmend für unseren Blutdruck.

folgende Durchschnittsgeschwindigkeiten erreicht das Blut in unserem Körper:

Aorta und große Arterien 20-50 cm/sec
kleine Arterien 5,6 - 5,8 cm/sec
Venen 2 cm/sec
Arteriolen 0,28 - 0,30 cm/sec
Kapillaren 0,03 - 0,05 cm/sec

Der Herzschlag ist ein wellenartiger Pumpvorgang, bei welchem sich sie linke Herzkammer zusammenzieht und stoßartig Blut in die Hauptschlagader (Aorta) pumpt. Bei jedem Schlag von circa 0,8 Sekunden strömen etwa 70ml in die Aorta, was den Blutdruck in den Gefäßen kurz ansteigen lässt. Dabei wird ein maximaler Druck erreicht – der obere Blutdruckwert oder systolischer Blutdruck. Ist die linke Herzkammer zusammengezogen und hat das vollständige Blut an die Aorta abgegeben, entspannt sie sich und füllt sich wieder mit Blut. Während dieser Entspannungsphase, fließt kein weiteres Blut in die Hauptschlagader, der Druck in den Blutgefäßen fällt kontinuierlich ab. Der dabei erreichte niedrigste Druck wird als unterer Blutdruckwert oder diastolischer Blutdruck bezeichnet. Bei einem Blutdruckwert von 120 zu 80 mmHg pulsiert demnach das Blut mit einem Druck zwischen 120 und 80 mmHg.

Die Ursache für einen zu hohen Blutdruck ist selten organisch (sekundäre Hypertonie). Bei nur circa 5% aller an Bluthochdruck Leidenden wird eine physische Fehlfunktion wie zum Beispiel verengte Nierenarterien oder eine fehlerhafte Hormonproduktion diagnostiziert. Die Mehrzahl der Patienten erkrankt an einer primären Hypertonie. Wenige davon auf Grund erblicher Veranlagung. Bei dem überwiegenden Teil gibt es keine fassbare Erklärung. Es werden meist nur begünstigende Faktoren wie Bewegungsmangel, falsche Ernährung und Tabakgenuss festgestellt.

Was ist mmHg?
Millimeter Quecksilbersäule

Diese Maßeinheit für Drücke von Körperflüssigkeiten wie zum Beispiel dem Blutdruck wird in der Medizin genutzt und geht auf den Italiener Evangelista Torricelli (1608-1647) zurück. Er war der Assistent von Galileo Galilei und sein Nachfolger als Hofmathematiker in Florenz.

2. Wie erkenne ich Bluthochdruck?

Bluthochdruck zu erkennen ist recht einfach und schnell. Jedoch sollten ein paar Regeln befolgt werden, um die Messung zum Beispiel auf Grund falscher Anwendung der Messgeräte oder Nervosität nicht zu verfälschen:

  • den Blutdruck von Fachpersonal messen lassen
  • den Blutdruck an verschiedenen Tagen messen lassen
  • den Arzttermin nicht ausschließlich wegen Blutdruck messen vereinbaren
  • vor der Messung sollte eine Ruhezeit von 3-5 Minuten eingehalten werden

Folgende Effekte werden im Magazin Der Hausarzt (15/09, S. 54 f.) genannt:

Aktion Effekt auf den systolischen Wert in mmHg Effekt auf den diastolisch Wert in mmHg
Stuhl- oder Harndrang bis zu +27 bis zu +22
Weißkitteleffekt bis zu +22 bis zu +14
Sprechen bis zu +17 bis zu +13
Rauchen bis zu +10 bis zu +8
Kaffeetrinken bis zu +10 bis zu +7
Manschette zu schmal bis zu -8 bis zu +8
Beine überkreuzt, emotionale Belastung variabel variabel

Um sicher zu gehen, dass es sich um Bluthochdruck handelt, gibt es die Möglichkeit einer 24-Stunden Messung. Für diese Langzeitmessung erhält man ein Messgerät, welches automatisch in einem vorgegebenen Intervall ihren Blutdruck misst. Dadurch ist es ihrem Arzt möglich eine genauere Diagnose zu stellen und gegebenenfalls begünstigende Faktoren schneller zu erkennen.

Ein gesunder Mensch hat einen Blutdruckwert von 120/80 mmHg. Gemäß der Deutschen Gesellschaft für Hypertonie und Prävention wird der Blutdruck in folgende Klassen eingeteilt:

Bewertung Oberer Wert (systolischer Wert) gemessen in mmHg Unterer Wert (diastolischer Wert) gemessen in mmHg
optimal unter 120 unter 80
normal unter 130 unter 85
hochnormal 130-139 85-89
leichter Hochdruck 140-159 90-99
mittelschwerer Hochdruck 160-179 100-109
schwerer Hochdruck 180 oder mehr 110 oder mehr

Die angegebenen Werte sind keine starren Grenzwerte, sondern vielmehr flexible Richtwerte, die im Gesamtkomplex des Lebens des Patienten durch Fachpersonal betrachtet, analysiert und bewertet werden müssen. Demnach zielen die diagnostischen Maßnahmen auf mehrere Ziele ab:

  • Bluthochdruck wird objektiv diagnostiziert
  • Ursachen werden ermittelt
  • Folgeschäden dokumentiert sowie weitere Risiken ermittelt

Ist der Bluthochdruck diagnostiziert ist dies keinesfalls ein unbesiegbarer Gegner, sondern mit ein paar Maßnahmen und Umstellungen ist es möglich ein hohes Alter zu erreichen.

3. Was kann ich gegen Bluthochdruck machen?

Um die Lebenserwartung zu verlängern und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen, ist es wichtig zu hohen Blutdruck zu senken. Hier hat der Patient die Wahl zwischen Medikamenten und natürlichen Helfern. Doch bereits eine Änderung des ungesunden Lebensstils kann zu einer positiven und nachhaltigen Verbesserung führen. Aber egal ob sie Medikamenten oder der Natur vertrauen, eine stetige Kontrolle des Bluthochdrucks mit Hilfe eines Messgerätes für zu Hause ist sehr wichtig.

Helfen sie aktiv mit ihren Blutdruck zu senken und stellen sie ihr Leben um. Nicht nur der Blutdruck verbessert sich, sondern auch viele andere positive Wirkungen wie ein verbessertes Hautbild, ein belastbarer und agilerer Bewegungsapparat bis hin zu einem allgemein gesteigerten Wohlbefinden sind positive Effekte einer gesunden Lebensweise.

Die wichtigsten Empfehlungen für einen gesunden Lebensstil:

  1. Normalgewicht
  2. ausgewogene, bedarfsgerechte Ernährung
  3. Verwendung von wenig Kochsalz
  4. wenig Alkohol
  5. regelmäßige körperliche Bewegung
  6. Verzicht auf Nikotin
  7. Pausen für Entspannung und Erholung
  8. natürliche Helfer

Diese Maßnahmen sind sehr wirkungsvoll, da ihre Effekte ineinandergreifen. Der Verzicht auf Tabak und eine gesunde Ernährung erleichtern die körperliche Bewegung, welche zum Gewichtsabbau führt. Körperliche Bewegung hilft bei Stressabbau sowie der Stärkung des gesamten Bewegungsapparates, wodurch Pausen für Entspannung und Erholung leichter fallen.

Tipp 1: Normalgewicht – Nimm ab !

Es ist eine Herausforderung das Gewicht auf der Waage zu reduzieren, allerdings ist es eine sehr effektive Maßnahme um Bluthochdruck zu senken. Zur Einschätzung des eigenen Körpergewichtes wird der BodyMassIndex (BMI) genutzt, welcher sich aus folgender Formel berechnet:

BMI = Körpergewicht in kg : (Körpergröße in m* Körpergröße in m)

Zur Bewertung des BMIs ist die nachstehende Tabelle der Weltgesundheitsorganisation aus dem Jahre 2005 hilfreich.

Kategorie BMI in kg/m2
Untergewicht <18,5
Normalgewicht 18,5-24,9
leichtes Übergewicht 25,0-29,9
schweres Übergewicht >30,0

Ist Abnehmen notwendig, ist eine Ernährungsumstellung der erste Schritt. Kohlenhydrate müssen reduziert, Eiweiße und Vitamine maximiert werden. Eine kohlenhydratarme Ernährung dient nicht nur der Verbesserung des Blutdruckes, sondern reguliert gleichzeitig den Blutzuckerhaushalt. Die Zuckermengen im Körper werden reduziert und die Insulinausschüttung normalisiert. Somit wird einer Insulinresistenz vorgebeugt, welches sich positiv auf das Bluthochdruckrisiko und Diabetesrisiko auswirkt.

Tipp 2: Ausgewogene, bedarfsgerechte Ernährung

Eine Balance von Nahrung und Lebensstil ist das Ziel einer Ernährungsumstellung. Diese muss dauerhaft erfolgen um gesund und langfristig den Blutdruck zu senken. Dazu sollte sie sich bewusst machen wie viel Energie der eigene Körper benötigt und wie viel Energie zu geführt wird in Bezug auf seine alten Lebensgewohnheiten und dem anzustrebenden Lebenswandel mit viel Bewegung und gesunder Ernährung.

Das heißt zum Beispiel:

weniger mehr
Ernährung tierisches Fett mageres Fleisch, Fisch
Weißmehl Vollkorn
Zucker, Salz Wasser
Fertiggerichte Obst, Gemüse
Bewegung Fernsehn, Spielekonsole Sport, Spaziergänge
Auto, Bus Fahrrad, zu Fuß
Fahrstuhl Treppen steigen

Bereits kleine Veränderungen im Alltag wie Treppen steigen oder Einkaufen zu Fuß verändern den Energiebedarf des Körpers. Entscheiden sie sich dann noch für die regelmäßige Ausübung einer Sportart, hat ihr Körper einen sehr veränderten Bedarf an Energie ebenso wandelt sich das Verhältnis der unterschiedlichen Nährstoffe zu einander.

Eine vollwertige Mischkost ist eine Ernährungsempfehlung der deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Tipp 3: Salz vs. Kräuter

Zugegeben Salz ist bei der Zubereitung von Speisen ein wichtiger Geschmacksbestandteil und ohne Salz kann der Mensch nicht überleben, aber zu viel Salz beeinflusst den Bluthochdruck und somit Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt positiv. Die Kochsalzaufnahme von 6g pro Tag sollte nicht überschritten werden, da sonst das Blutvolumen und damit der Blutdruck steigt.Vor allem Männer neigen dazu sich viel zu Natriumreich zu ernähren (laut Nationaler Verzehrstudie II des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz von 2008). Dabei ist zu beachten, dass der überwiegende Teil des aufgenommenen Natriums aus industriell verarbeiteten Lebensmittel und Fast Food stammen wie zum Beispiel Wurstkonserven, Würzmittel wie Brühwürfel und Ketchup und Salzgebäck. Viele abgepackte Lebensmittel weisen in der Nährwerttabelle den Natriumgehalt der Essens aus, wodurch sie eine Orientierung erhalten.

Alternativ zu Salz können Kräuter zur Verfeinerung von Essen dienen. Dies lehrt uns die mediterrane Küche, welche durch die Kombination von ausgewählten Kräutern oft einen deutlich besseren Geschmack zaubert als der Deutsche vermutet.

Tipp 4: Alkohol in Maßen

Ein Glas Rotwein zum Wild oder eine Maß zur Sommerzeit im Biergarten wird keinem verwehrt. Jedoch sollte es auch nicht mehr sein und auch nicht regelmäßig, denn auch Alkohol begünstigt einen hohen Blutdruck. Frauen wird empfohlen nicht mehr als 10-20g pro Tag zu sich zu nehmen und Männern nicht mehr als 20-30g pro Tag. Zur Orientierung der üblichen Alkoholika kann die untenstehende Tabelle nach Bundeslebensmittelschlüssel 3.01 genutzt werden.

Getränk Portion Reiner Alkohol
pro Portion
Weißbier 500 ml 18 g
Pils 300 ml 12 g
Weißwein 125 ml 11 g
Weißwein 125 ml 10 g
Sekt 100 ml 9 g
Schnaps 20 ml 5 g

Tipp 5: Bewegung und Sport

Bewegung ist ein viel unterschätztes Mittel für die unterschiedlichsten Ziele.

Bewegung

  • hilft uns beim Abnehmen
  • verleiht uns ein besseres Körpergefühl
  • stärkt unsere Selbstwahrnehmung und unser Selbstbewusstsein
  • fördert unsere soziale Kompetenz
  • senkt unseren Blutdruck
  • u.v.m.

Es genügt bereits sich mäßig und regelmäßig anzustrengen um eine Verbesserung zu erkennen. Keiner soll ein Leistungssportler werden, zügiges Laufen im Alltag reicht oft schon aus. Wer direkt eine Sportart sucht, sollte sich Ausdauersportarten wie Wandern, Schwimmen, Radfahren oder Skilanglauf zuwenden. Wichtig dabei ist, es soll Spaß machen um ein regelmäßiges Training zu gewährleisten. Weniger geeignete Sportarten sind zum Beispiel Tennis, Boxen oder Leichtathletik bei welchen Kraft und Schnelligkeit gefordert sind.

Tipp 6: Rauchen – Nein danke !

Ein großer Faktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist der Tabakkonsum. Die Blutgefäße verengen sich und erhöhen den Blutdruck beim Rauchen und verkalken langfristig die Arterien. Durchbrechen sie die Angewohnheit des Rauchens, ihre Gesundheit wird es ihnen in Vielerlei Hinsicht danken.

Tipp 7: Stressreduktion und Entspannung

Unser Tagesablauf besteht oft aus vielen Stressphasen. Was einst der Organismus zur Bewältigung von extremen Situationen benötigt hat, gehört in unserer Gesellschaft häufig zum Alltag – das Ausschütten von Hormonen zur Erbringung von Höchstleistungen. Stresshormone treiben den Puls und Blutdruck in die Höhe. Diese Reaktion unseres Körpers ist für eine kurze Zeit ausgelegt. Wiederholt sie sich ständig oder ist dauerhaft schädigt das unserem Körper. Daher sollten sie darauf achten genügend Entspannungsphasen in ihren Alltag einzubauen und dem Körper und der Seele Erholung zu gönnen.

Ein ausreichend langer Nachtschlaf sowie sogenanntes Power-Napping (kleines Nickerchen am Tag) helfen dem Körper sich zu entspannen. Auch ein ruhiges Bad oder ein wohltuender Saunagang lassen uns vom Alltag Abstand nehmen. Autogenes Training, Yoga oder Atemübungen unterstützen die Stressreduzierung. Dies kann zu Haus und in einer angeleiteten Gruppe erfolgen.

Die Möglichkeiten weniger Stress in sein Leben zu lassen und sich Entspannung zu verschaffen sich vielseitig und für jeden Geschmack.

Tipp 8: Die natürlichen Helfer

Im Gegensatz zur medikamentösen Behandlung ist die Wirkung natürlicher Alternativen nicht vollständig nachgewiesen. Ebenfalls sind die natürlichen Helfer als Ergänzung und nicht als Ersatz anzusehen. Eine ärztliche Beratung ist bei Blutdruckbeschwerden immer einzuholen.

Bereits unsere Großmütter kannten sogenannte Hausmittel gegen erhöhte Blutdruckwerte. Nachstehend werden ein paar natürliche Helfer aufgezählt und kurz erläutert.

1. Weißdorn Diese Beeren sind in China ein Hausmittel gegen Herzbeschwerden. Den Naturwirkstoff können sie als Tee, Saft oder Tablette zu sich nehmen.
2. Kalium Nehmen sie den Mineralstoff lieber in natürlicher Form zu sich und er entfaltet seine Wirkung besser als das Ergänzungsmittel Kaliumchlorid.
3. rotes Wurzelgemüse Rote Bete oder rote Kartoffeln enthalten chemische Wirkstoffe, welche helfen den Blutdruck zu senken. Auch diese natürlichen Wirkstoffe können sie als Tablette zu sich nehmen.
4. Obst Vor allem Äpfel, Kiwis und Ananas essen helfen der Gesundheit und stärken den Körper.
5. Hibiskus Diese Heilpflanze ist sehr vielseitig. Von krampflösend bis entschlackend, von antibakteriell bis Stoffwechsel anregend kann der Hibiskus als Tee oder Tablette zu sich genommen werden.
6. Cayenne, Chili und Knoblauch Die positive Wirkung dieser drei Pflanzen auf Herz und Kreislauf ist bekannt und kann als Gewürz für Speisen oder als Extrakt und Tabletten verwendet werden.
7. Schokolade Dunkel und bitter ist die beste Wahl um die Blutgefäße zu weiten und dem Herz zu helfen.

4. Wie kann mir die Schulmedizin helfen?

Die Diagnose, Beratung sowie Behandlung von Blutdruckbeschwerden muss durch einen Arzt erfolgen. Neben den obenstehenden Empfehlungen stehen ihrem Arzt noch eine breite Palette von Arzneistoffen zur Verfügung, um ihnen zu helfen. AT1-Hemmer, ACE-Hemmer, Betablocker, Kalziumantagonisten und Thiaziddiuretika sind die fünf Gruppen von Medikamenten um Blutdruck zu senken. Welche Medikamentengruppe mit ihren Vor- und Nachteilen für sie geeignet ist, ermittelt ihr Arzt. Und dann ist Geduld gefragt, da die passende Einstellung oder Kombination der Medikamente noch erfolgen muss. In dieser Zeit ist es besonders wichtig den Blutdruck regelmäßig mit einem Messgerät zu Hause zu kontrollieren und die Werte zu dokumentieren.

Aber wie unterscheiden sich diese fünf Medikamentengruppen?

AT1-Hemmer und ACE-Hemmer wirken ähnlich. Der natürliche Mechanismus die Weite der Blutgefäße zu steuern wird beeinflusst. Die Verengung der Gefäße wird reduziert oder blockiert, wodurch die Blutgefäße weit gestellt bleiben und der Blutdruck sinkt. Negative Wirkungen der AT1-Hemmer sind zum Beispiel Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit. Trockener Reizhusten ist eine typische Nebenwirkung von ACE-Hemmern.

Betablocker erreichen durch ihre Blockade der Beta-1-Rezeptoren, dass der Herzmuskel weniger stark kontrahiert und somit der Blutdruck sinkt. Auch hier ist Schwindel, ein trockener Mund und Verdauungsstörungen nicht erwünschte Nebenwirkungen.

Kalziumantagonisten verhindern den Zugang von Kalzium in die Muskelzelle, wodurch sich der Muskel nicht mehr zusammenzieht und die Gefäße erweitert bleiben. Dadurch sinkt der Blutdruck. Diese Medikamentengruppe zeigt folgende Nebenwirkungen: Schwindel, Kopfschmerzen, Hitzegefühle.

Thiaziddiuretika gehört zu den Entwässerungsmitteln. Es verstärkt die Ausscheidung von Flüssigkeit, wodurch die Spannung der Blutgefäße verringert sowie das Kontrahieren des Herzens erleichtert wird. Eine sehr unangenehme Wirkung von Diuretika ist der schwer kontrollierbare Harndrang bis hin zur Inkontinenz.

Eine medikamentöse Behandlung wird oft bei Bluthochdruckpatienten durchgeführt. Diese Behandlung ist ein Eingriff in ihren Körper und dieser muss sich auch hier erst einmal auf die Veränderungen einstellen. Die Anpassungsschwierigkeiten sollten sich nach eine Gewöhnungsphase regulieren. Ist dies nicht der Fall, müssen sie mit ihrem Arzt besprechen. Auch bei einer Dosisveränderung, einem Medikamentenwechsel oder Ähnlichem sollten sie ihren Körper beobachten. Dieser Eingriff in die Behandlung darf nur durch den Arzt erfolgen. Ein plötzlichen Absetzen oder Verändern der Medikamente kann einen gefährlichen Anstieg des Blutdruckes nach sich ziehen und ein großes Risiko darstellen. Achten sie in jeder Lebenslage auf sich und berichten sie Störungen ihrem Arzt. Auch die Einnahme anderer Medikamente wie Schmerzmittel müssen sie vorher mit ihm besprechen.